Unsere Zielgruppe.

Die Aufnahmen erfolgen nach den §§ 19, 27, 34, 41 SBG VIII. In Einzelfällen nehmen wir auch nach § 35a auf. Die Aufnahme kann auch nach § 53 Abs. 4 SGB XII erfolgen, wenn eine Einzelvereinbarung nach § 75 Abs. 4 SGB XII mit dem zuständigen Sozialhilfeträger abgeschlossen wurde. 

Zielgruppe sind minderjährige ab 15 Jahren und volljährige ohne Altersbegrenzung (werdende) Mütter mit ihren Kindern. Im Einzelfall ist auch die Aufnahme jüngerer Mütter möglich. Bei der Besetzung der Wohngruppen achten wir auf Homogenität. Bei Aufnahmen nach § 35a leisten wir Hilfe für die Störungsbilder F.70 und F.71 (leichte und mittelgradige Intelligenzminderung) gem. ICD-10.

Aufgenommen werden (werdende) Mütter in Krisen- oder Notsituationen und/oder Problemverhalten, die Kompetenzen erlangen müssen, um das selbstständige Leben mit ihrem Kind leisten zu können. Des Weiteren finden Mütter Aufnahme, die in anderen Betreuungsformen keine Perspektive erarbeiten können und eine realistische Lebensperspektive für sich und ihr Kind erreichen wollen.

Ausschlusskriterien

Schwangere und Mütter mit einer akuten Drogenabhängigkeit, die nachweislich nicht um eine Substitution bemüht sind.
Schwangere und Mütter mit schwerer körperlicher und/oder geistiger Behinderung.

Aufnahmen nach § 35a

Bei Bedarf kann eine Einzelvereinbarung (über individuelle Sonderleistungen) geschlossen werden, um Aufnahmen nach § 35a zu gewährleisten. Diese (werdenden) Mütter werden von uns, angepasst an ihre Problematiken bzw. diagnostizierten Defizite, intensiver betreut. Die Zielsetzungen sind kleinschrittiger und werden gemeinsam mit dem Jugendamt individuell festgelegt.    

 


Die Verhinderung bzw. Unterbrechung des Kreislaufs sozialer Deprivation ist das Gesamtziel unserer pädagogischen Arbeit. Dazu sollen die (werdenden) Mütter in ihrer Persönlichkeit gestärkt, selbstbewusst und zunehmend autonom werden, gleichzeitig aber auch ein Gemeinschafts- und Gruppengefühl entwickeln und ihre sozialen Kompetenzen erhöhen.

Die Förderung des selbstständigen und selbstbestimmten Handelns hat Priorität. 


Unser Einzugsbereich.

Die Mutter-Kind-Einrichtung liegt in der Gemeinde Hambühren, einem Ort mit über 10.000 Einwohnern im Landkreis Celle. Der Ort verfügt über eine sehr gute Infrastruktur: Sämtliche Schulformen, Kindergärten, Ärzte, Vereine sowie unterschiedlichste Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Entfernung zur Stadt Celle beträgt 7 km, zur Landeshauptstadt Hannover sind es ca. 40 km, beide Städte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.    

Aufgenommen werden (werdende) Mütter mit ihren Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Unser Konzept

Unterschiedliche persönliche Erfahrungen, verschiedenste Defizite und Störungen, aber auch Stärken der (werdenden) Mütter, bilden die Grundlage unserer Betreuung. Wir eröffnen Perspektiven, die die Eigenverantwortung fördern. Diesen Anforderungen werden unser Phasenmodell sowie unser pädagogischer Ansatz in besonderer Weise gerecht.

Wir achten die Gesamtpersönlichkeit der (werdenden) Mütter und zeigen ihnen behutsam neue Wege auf. Wir fördern die Entwicklung von positiven Beziehungen und bauen auf deren Grundlage Probleme und Schwierigkeiten ab. Mit individueller Unterstützung, konkreter Hilfestellung und intensiver Förderung durch die pädagogischen Mitarbeiter, sollen die (werdenden) Mütter eine Selbstständigkeit erreichen, die es ihnen schrittweise ermöglicht, ihr Leben mit ihrem Kind planen, organisieren und gestalten zu können. Unser Angebot ist in sechs Handlungsbereiche gegliedert: 

1) Alltagspädagogische Betreuung für (werdende) Mütter

2) Sozialpädagogische Betreuung für (werdende) Mütter

3) Sozialpädagogische Betreuung für Mutter und Kind 

4) Betreuung der Kinder 

5) Pädagogische Gruppenangebote

6) Vorbereitung der Mütter auf den Arbeitsmarkt

Ein methodischer Grundsatz zum Erreichen oben genannter Ziele ist das Verstehen der individuellen Lebenssysteme. Ein demo-kratischer Umgang, die Lebensweltorientierung und die Vorbildfunktion sind Pfeiler unserer Arbeit. „Bei den Stärken ansetzen“ ist ein weiterer Grundsatz. Durch das Arbeiten von festen Teams in der jeweiligen Wohneinheit wird eine vertrauensbildende Atmosphäre zur Basis der pädagogischen Arbeit. Erreichbare Ziele werden gemeinsam erarbeitet und festgelegt, deren Realisierung wird durch kontinuierliche Verstärkung positiver Verhaltensweisen gefördert. Mechanismen zur Selbstkontrolle werden besprochen und ausprobiert. Ein grundsätzlich wertschätzender und akzeptierender Umgang unterstützt die individuelle Entwicklung. Geleitete Einzel- und Gruppengespräche fördern die Sozialkompetenzen der (werdenden) Mütter und bieten Gelegenheit, Erlebtes zu reflektieren und zu verbalisieren. Ein ausgewogenes Verhältnis von regelmäßig auszuführenden Aufgaben und freier Entfaltungsmöglichkeit fördert die Entwicklung von Zuverlässigkeit und Selbstverwirklichung.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Grundleistungen
  • Aufnahmeverfahren
  • Hilfe- und Erziehungsplanung
  • Alltagsgestaltung
  • Freizeitgestaltung
  • Pädagogische und therapeutische Leistungen 
  • Förderung der Persönlichkeit
  • Geburtsbetreuung und Betreuung des Kindes
  • Förderung der elterlichen Kompetenzen
  • Medizinische Betreuung 
  • Hauswirtschaftliche Förderung und Qualifizierung
  • Schulische- und berufliche Förderung
  • Ergotherapie
  • Familienarbeit
  • Partizipation der jungen Menschen
  • Krisenintervention
  • Vermittlung von Moralvorstellungen, Werten und Normen unserer sozialen und demokratischen Gesellschaftsordnung
  • Spontane und strukturierte Gespräche über Sinn- und Glaubensfragen im Alltag
  • Bereitstellen von Medien und Anleitung im Umgang mit den Medien
  • Ausflüge und Gruppenaktivitäten in die nähere/weitere Umgebung
  • Integration in das interne und externe soziale Umfeld, z.B. Spielkreis, Kindergarten, Schule, Sportverein,Anbahnung und Pflege von Freundschaften
  • Gemeinsam Feste feiern (Geburtstage, Weihnachten, etc.)    
  • Kooperationen
  • Qualitätsmanagement
  • Dokumentation
  • SPFH